BDSM und Sadomasochismus

Stichworte: BDSM, Dominanz, Domina, Safeword, Femdom, BDSM-Portal, Switcher

Unter BDSM versteht man die Abkürzung für "Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism". Dabei handelt es sich um sexuelle Neigungen, die auch als Sadomasochismus bezeichnet werden. In Umfragen berichten aktive BDSM-Praktiker über Lustgefühle durch Fesselungen oder Dominanz des Partners.

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BDSM-Spiele ("Session") drehen sich um Dominanz und Unterwerfung, spielerische Bestrafungen und Fesselungen. Sexual-Wissenschaftler schätzen, dass 5 bis 25 % der Bevölkerung entweder Sexualpraktiken mit der Lust an Schmerzen und Ohnmacht aktiv oder in der Phantasie praktizieren. In Deutschland ist das Praktizieren von BDSM-Spielen nicht verboten, solange die Beteiligten freiwillig und ohne die Absicht, den Partner zu verletzen, mitmachen. Videos und Fotos von BDSM-Sessions können jedoch als Gewalt-Pornografie interpretiert werden, die in Deutschland verboten ist.

Die an BDSM-Sessions Beteiligten sind entweder dominant ("Top", "Dom“) und passiv ("Bottom", "Sub"). Wer in beide Rollen schlüpfen kann, wird in der Szene als "Switcher" bezeichnet. Wird eine Grenze überschritten, z.B. beim Zufügen von Schmerzen, wird die Session mit einem vorher vereinbarten "Safeword" sofort abgebrochen. Da BDSM-Spielzeuge wie Peitschen oder Reitgerten auch Verletzungen hervorrufen können, setzt ihr Gebrauch eine sichere Beherrschung durch den Besitzer voraus. Die Fesselung ("Bondage") ist eines der gängigsten BDSM-Spiele. Dabei kommen Handschellen, Spreizstangen oder ein Andreaskreuz zum Einsatz. Um Verletzungen zu vermeiden, dürfen keine Gefäße oder Nerven des "Sub" gequetscht werden.

In der Prostitution bieten Dominas gewerbliche BDSM-Handlungen ohne Geschlechtsverkehr an. Ein Domina-Studio hält dafür spezielles Mobiliar (Andreaskreuz, Käfig, Streckbank), erotisierende Kleidung (Leder, Lack, Masken, Stiefel) und Sex-Spielzeug (Peitschen, Handschellen) bereit. Wegen der hohen Inventarkosten sind die sexuellen Dienste einer Domina deutlich höher als im Bordell. Außerhalb des Rotlicht-Milieus werden dominante Frauen als "Femdom" bezeichnet.

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