Nylon, Nylonstrümpfe

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Nylonstrümpfe ("Nylons") gehören heute zur gängigen weiblichen Garderobe. Sie sind in unterschiedlichen Preisklassen und Ausführungen im Fachgeschäft und Online-Handel erhältlich.

Orion  

Echte Seidenstrümpfe ließen sich im 20. Jahrhundert nur teuer produzieren und waren für die meisten Frauen zumeist unerschwinglich. Damenstrümpfe aus Kunstseide erwiesen sich eher als unpraktisch, sodass sie sich nicht wirklich durchsetzen konnten: Die Garne waren nicht fein genug, die Passform ließ zu wünschen übrig und mit Wasserflecken gab es Probleme. 1937 kam der Durchbruch, als der US-Chemiker Wallace Humes Carothers für seinen Arbeitgeber DuPont den ersten vollsynthetischen Faserstoff der Welt entwickelte: "Nylon". Die deutsche IG Farben stellte 1938 den fast identischen Faserstoff "Perlon" vor, der vor allem für Damenstrümpfe und Unterwäsche verwendet wurde. Die Dichte eines Nylonstrumpfes wird in DEN gemessen. Sehr dünne, feine Strümpfe haben 20 DEN, während die beinahe blickdichten, festen Wintermodelle bis zu 80 DEN haben können.

Waren die ersten Nylonstrümpfe noch ein teures Luxusgut, das nach dem Zweiten Weltkrieg sogar auf dem Schwarzmarkt gehandelt wurde, sank ihr Preis mit der Zeit. Die ersten Nylonstrümpfe waren eher dick und schwer und ließen sich nur in einem Braunton produzieren. Nylons sind heute als Einzelstrumpf, Strumpfhose oder als Kniestrumpf zum Tragen unter einer langen Hose erhältlich. Nylons mit Rücknaht ("Backseam") haben eine dünne Linie auf der Rückseite, was eine Frauenbein länger und schlanker wirken lässt. Statt einer einfachen Linie besteht die Rücknaht oft aus Mustern oder Punkten. Frauen, die ihren Partner reizen wollen, wählen eher einen Strapsstrumpf oder Halterlose, die bis über die Mitte des Oberschenkels reichen und sich mit Strapsen und Korsagen kombinieren lassen.

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