Rotlicht-Milieu

Stichworte: Rotlicht, Prostitution, Zuhälter, Wirtschafte, Abzocke

Unter dem Begriff "Rotlicht-Milieu" versteht man eine geografische Bezeichnung für Betriebe zur Ausübung der Prostitution, aber auch die in dieser Branche tätigen Menschen. Bei den Betrieben kann es sich um Bordelle handeln, aber auch um Gaststätten und Spielhallen, in denen Menschen mit sozialen Kontakten zur Prostitution verkehren.

 

Ein Rotlicht-Viertel ist ein Gebiet innerhalb einer Großstadt, das eine Häufung von Bordellen und Treffpunkten der Szene aufweist. Typische Rotlicht-Viertel sind um die Reeperbahn im Stadtteil St. Pauli in Hamburg, ums Steintor in Hannover oder um den Hauptbahnhof von Frankfurt/Main zu finden. Zu den Kernberufen im Rotlicht-Milieu gehören Barkeeper und Porno-Darsteller, die Betreiber von Bordellen, Wirtschafter und Hausmeister, Security-Fachkräfte und Botengänger. Frauen können als Hure, Stripperin, Wirtschafterin oder Geschäftsführerin eines Bordells arbeiten.

Während diese Tätigkeiten in Deutschland legal ausgeübt werden dürfen, gelten Zuhälter und Menschenhändler als Straftäter, die von den Behörden konsequent verfolgt und bestraft werden. Damit die Behörden kein Abhängigkeits-Verhältnis zwischen einem Zuhälter und dessen "Partie", also der für ihn arbeitenden Hure, konstruieren können, haben Zuhälter im Bordell ihrer Frau ständiges Betretungsverbot.

Zum Rotlicht-Milieu gehören auch begleitende Straftäter, darunter Hehler, Hütchen-Spieler oder Drogenhändler, die von der Tatsache profitieren, dass in der Prostitution grundsätzlich in bar gezahlt wird und die Beträge nicht verbucht werden. Über die Machtverhältnisse im deutschen Rotlicht-Milieu können Außenstehenden nur spekulieren. Oft ist zu beobachten, dass mehrere Bordelle einer Stadt von Personen geführt werden, die zur gleichen ethnischen Gruppe gehören. Da absolute Diskretion zu den Grundtugenden im Rotlicht-Milieu zählt, dringen Details aus dem Rotlicht-Milieu kaum an eine breite Öffentlichkeit.

 

Sponsor dieser Info-Seite: Alexander Iwanow, Autor des Ratgebers "Die geheimen Tricks der Luden"