Schwul, Gay und homosexuell Stichworte: Schwul, Eingetragene Partnerschaft, Outing, Männer-Kontakte, Hanky-Code Unter "schwul" ("homosexuell", "gay") versteht man die sexuelle Orientierung von Männern, die andere Männer begehren und mit ihnen sexuelle Handlungen begehen. Einzelne Länder stellen schwulen Sex noch immer unter Strafe, in mehreren islamischen Ländern droht sogar die Todesstrafe. In Deutschland ist das Ausleben schwuler Neigungen nicht verboten, nachdem der Paragraph 175 im Jahre 1969 abgeschafft wurde. Seit 2001 können Schwule in Deutschland eine "Eingetragene Partnerschaft" ("Homo-Ehe") eingehen, deren Rechte und Pflichten einer Ehe zwischen heterosexuellen Partnern entsprechen. In anderen europäischen Ländern, darunter Skandinavien, Benelux oder Spanien, ist auch eine gleichgeschlechtliche Ehe möglich. Schwule leben ihre Neigung entweder offen oder versteckt aus. Der Prozess zur Selbsterkenntnis, schwul zu sein und dies öffentlich zu bekennen, wird als "Coming Out" ("Outing") bezeichnet. Durch die Liberalisierung in Deutschland werden Schwule öffentlich immer weiter toleriert und in öffentliche Ämter gewählt. Die schwule Szene besteht aus mehreren Untergruppen, darunter sehr weibisch agierende Schwule, Lederträger oder "Bären", worunter man ältere, beleibte Schwule versteht. In größeren Städten findet sich eine schwule Subkultur mit Geschäften und Lokalen speziell für Homosexuelle und Lesben, zu erkennen an einer Regenbogenfahne am Eingang. Zu den Schwulenvierteln zählen die Straßen um den Nollendorfplatz in Berlin, der Stadtteil St. Georg in Hamburg oder das Gärtnerplatzviertel in München. Um sexuelle Vorlieben zu signalisieren, hat sich unter Schwulen der "Hanky-Code" (von engl. Handkerchief = Taschentuch) eingebürgert. Man trägt ein buntes Tuch gut sichtbar in der linken (aktiver Partner) oder rechten (passiv) Gesäßtasche. Die gängigsten Farben sind Marineblau (Analsex), Rot (Fisting) oder Schwarz (BDSM). Sponsor dieser Info-Seite: Gayaffaire, der große Kontaktmarkt für schnelle, schwule Dates |